Chorkonzert mit dem Motettenchor

Komm, Heiliger Geist

Werke von Aleksandr Gretschaninow, Johann Sebastian Bach, Bruno Oscar Klein u.a.

Um den Heiligen Geist dreht sich alles in diesem Konzert des Motettenchores am Sonntag, den 31. Mai um 18.00 Uhr. Als Hauptwerk steht die „Missa Sancti Spiritus“ von Aleksandr Gretschaninow auf dem Programm. Daneben stehen bekannte Pfingstchoräle in Sätzen von Johann Sebastian Bach und älteren Meistern sowie Raritäten wie Motetten von Paul Blumenthal und dem 1858 in Osnabrück geborenen Bruno Oscar Klein, der später in die USA ausgewandert ist.

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Am Ausgang wird um eine Kollekte gebeten.

Aleksandr Gretschaninow „Missa Sancti Spiritus“

Gretschaninow stammte aus einfachen Verhältnissen und hat bis zu seinem 14. Lebensjahr nie ein Klavier zu Gesicht bekommen. Doch als sein älterer Bruder eine Klavierstudentin heiratete, wollte Aleksandr Musiker werden. Um das Studium zu finanzieren, musste die Familienkuh gemolken werden: Deren überschüssige Milch verkaufte die Mutter an die Nachbarn und erwirtschaftete so die Gebühr für das Konservatorium.

Seinen ersten großen Erfolg hatte Gretschaninow mit dem Credo einer orthodoxen Liturgie. Dank Werken wie diesem gilt er als Erneuerer der orthodoxen Kirchenmusik. Später genügte Gretschaninow der A-Cappella-Stil nicht mehr, und er komponierte geistliche Werke mit Instrumentalbegleitung, obwohl Instrumente in der orthodoxen Kirche nicht zugelassen sind.

Gretschaninow emigrierte bei Ausbruch des zweiten Weltkriegs nach New York. 1944, mitten im Krieg, schrieb er mit 80 Jahren seine „Missa Sancti Spiritus“, ein ganz freundliches und transparentes Werk. Sie folgt dem katholischen Ordinarium, hört sich aber trotz der Orgelbegleitung an wie orthodoxe Kirchenmusik. Für diese sehr spannende Mischung haben amerikanische Musikforscher den Begriff „heterodox“ geprägt.

Ausführende

Motettenchor St. Marien
KMD Carsten Zündorf | Orgel
Annika Brönstrup | Alt
Jan Kampmeier | Leitung

Informationen

Sonntag,
31. Mai 2026
18.00 Uhr
Eintritt frei